Kirche in Kirchscheidungen

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KIRCH

Bild: St. Johanneskirche in Kirchscheidungen

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Erbaut

Der Kern stammt aus romanischer Zeit (Wahrscheinlich 1. Quartal 12. Jh.); der Altarraum ist gotisch. Die Krypta ist seit 1815 geschlossen. Das Schiff ist vom Altarraum durch einen Triumphbogen getrennt. Das Kruzifix am Altar ist eines der größten im Unstruttal. 9 Sandstein und 2 Holzepitaphe der ehemaligen Lehnsherren von Rockhausen stehen verteilt in der Kirche (16.-18. Jh.). Im Turm hängen 2 Glocken von 1604 und 1686. 1717 wird das Tonnengewölbe des Schiffes bemalt. Der Orgelprospekt stammt von 1777. Zur Zeit hängen 2 Gemälde im Schiff bzw. im Altarraum: Luise Thiersch-Patzki „Auferstehung“ und „Jesus mit der Dornenkrone“ von Johann-Friedrich-August Tischbein. Taufstein, Altar und Kanzel stammen aus dem Jahr 1894. Das Lesepult zeigt mit deutlichem Hinweis auf den Tod Jesu am Kreuz, die Selbstopferung der Schwanenmutter zu Gunsten der Jungen. Einer der Kronleuchter ist mit der Jahreszahl 1848 datiert.

Besonderheiten

Kirchscheidungen war bis Ende der katholischen Periode – 1540 – Erzpriestersitz. Daraus resultiert die Größe der Kirche. Vor der Kirche wurde 1540 eine Reformationslinde gepflanzt. Das Doppelrenaissance-Portal am Aufgang des Kirchberges wurde 1586 erbaut.

Kirchliches Leben

ca. 150 Gemeindeglieder (400 Einwohner) gehören zur Kirchgemeinde. Frauenhilfe, Junge Gemeinde, Hauskreis werden angeboten. Zeitweise wird Unterricht an Orgel, Gitarre und Schlagzeug angeboten. Einmal jährlich findet das Gemeindefest zusammen mit Gästen statt. Am Karsamstag wird die Osternacht gefeiert. Am Heiligen Abend wird ein Krippenspiel aufgeführt. Gottesdienste finden in der Regel mindestens 3 mal im Monat zu unterschiedlichen Zeiten statt. Der Gemeindekirchenrat übernimmt davon einen Lektorengottesdienst. Ein Gemeindeblatt erscheint einmal monatlich.